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Die Künstlerstadt Kalbe begegnet mittels Kunst und Kultur den Folgen des demografischen Wandels.
Wir bringen „Fülle in die Hülle", schaffen Bleibeperspektiven, verbessern die Lebensqualität der hier Lebenden und ermöglichen einen Zuzug.

 

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20.3.2018

Kunststudent Lukas Mletzko kreierte Installation zum Thema Transhumanismus in Kalbe

Güldener Übermensch auf Folie

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Lukas Mletzko hat in Kalbe in den vergangenen Tagen „Übermenschen“ geschaffen.

© Koerdt

koe Kalbe. In den vergangenen Tagen konnten Passanten und vorbeifahrende Autofahrer einen Mann dabei beobachten, wie er Frischhaltefolie um Bäume spannte und dann mit goldener Farbe die Umrisse eines Menschen darauf malte. „Was macht der da?“, fragte sich bestimmt so manch einer. Der heißt Lukas Mletzko und er ist aktuell als Stipendiat der Künstlerstadt Kalbe in Vienau. Und das was er macht, ist eine Installation mit dem Thema „Der Übermensch“. Seit dem vergangenen Jahr studiert der 34-Jährige Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München. Vor seinem Studium allerdings war er beruflich in ganz anderen Gefilden unterwegs – er arbeitete als Kfz-Mechatroniker. Vielleicht spiegelt sich Technik deshalb auch in seinem Thema wider. „Ich beschäftige mich thematisch mit der nächsten Generation des Menschen“, erklärte der Kunststudent gestern, als er seinen „Übermenschen“ an der Straße der Jugend in Kalbe installierte. Schon heute verlängert der Mensch durch Impfungen sein Leben, ersetzt fehlende Glieder durch Prothesen, lässt seine Arbeit von Maschinen erledigen. Doch wohin geht die Entwicklung noch? In England werden zu Forschungszwecken Mensch-Tier-Hybride in Petrischalen gezüchtet. Noch werden sie nach kurzer Zeit wieder getötet. Und irgendwann wird sich wohl das menschliche Bewusstsein mit dem World Wide Web verbinden. Es sind erst die Anfänge, so Lukas Mletzko, eines evolutionären Sprungs. In der Wissenschaft und der Philosophie beschäftigt man sich schon lange mit dem Transhumanismus, auch wenn der Terminus hier noch nicht vollends festgelegt ist. Der „Übermensch“ von Lukas Mletzko hat weder Kopf, noch Arme oder Füße. Sie fehlen, weil noch nicht klar ist, wie der Übermensch genau aussieht. Er ist in diesem Fall kein Individuum, sondern steht stellvertretend für alle. Auf der durchsichtigen Folie verschmilzt er mit seiner Umgebung. Goldfarbe nutzt Lukas Mletzko, weil sie eine große kunsthistorische Bedeutung hat. Bei der Darstellung von Ikonen symbolisiert Gold oftmals die Transzendenz, das Übermenschliche, das Göttliche. Nicht die Ikonen selbst, aber der Raum um sie ist oft golden. Lukas Mletzko verkehrt dies – der Übermensch bzw. sein Umriss ist golden. Die Folie nahm der Stipendiat nach kurzer Zeit wieder ab. Doch die Kalbenser Übermenschen existieren weiter. Sie wurden fotografiert und online gestellt und leben so digital fort. Anm. d. Red.: Irgendwie wie Tote, deren facebook-Account noch aktiv ist.

https://www.az-online.de/altmark/kalbe/gueldener-uebermensch-folie-9710060.html

  

5.3.2018

Musik und Lyrik in kalter Nacht

Marie-Antoinette Lührs und Richard Holzmann sangen im Kulturhaus

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Marie Antoinette Lührs und Richard Holzmann gaben beim fünften Wintercampus am Freitag ein ganz besonderes Konzert in Vienau.

 

Vienau (mbc) • Bis kurz vor Konzertbeginn lag Spannung in der Luft. Wie viele Gäste werden kommen? Kommt bei den widrigen Temperaturen, es waren am Freitagabend zehn Grad Minus, überhaupt einer? Doch dann füllte sich langsam der Saal des Vienauer Kulturhauses. Es kamen mehr als 30 Konzertfreunde aus der ganzen Altmark. Was dann folgte, war ein abwechslungsreiches Spiel aus Poesie und Lyrik in Liedern, die Marie Antoinette Lührs und Richard Holzmann vortrugen. Eigentlich sollte das Konzert in der Kirche stattfinden, doch wegen der Kälte war dies nicht möglich. Der Saal im Kulturhaus war gut durchgeheizt und urgemütlich. Der musikalische Abend in Vienau stand unter dem Motto „Urbane Chansons", und so gab es eine Mischung aus Kompositionen und Musik aus bekannten Filmklassikern.

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Etwas mehr als 30 Konzertbesucher erlebten eine gute Stunde lang musikalische Lyrik und Poesie. Fotos: Maik Bock

Mit einem Intro auf der Gitarre eröffnete Richard Holzmann den musikalischen Abend. Im weiteren Verlauf folgten Titel wie „Seiltänzerin" oder „Moment". Dann wurde das Poesiealbum geöffnet, und es erklang die Ballade aller Balladen von Tamara Danz und ihrer Band Silly „Bataillon d' Amour". Weitere Musikwerke waren „Peter Pan", „Wüstenplanet", „Schall und Rauch". Das Konzert schloss mit den Liedern „Bon Voyage" „Diva", „Sommer" und „High" als Zugabe für das applaudierende Publikum im Vienauer Kulturhaussaal ab.

©Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 5.3.2018, S.8

  

4.3.2018

Tinte, die bei Frost auf Stoffen zerfließt

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16 Künstler beteiligen sich derzeit am Wintercampus der Künstlerstadt Kalbe in Vienau. Die Stipendiaten sind international.

Vienau• Eduard Tadevossian möchte einfach nur fotografieren. Der Armenier ist einer von insgesamt 16 Künstlern, die sich derzeit am Wintercampus der Künstlerstadt Kalbe in Vienau beteiligen. Seit einer Woche ist er bereits in der Altmark zu Gast. Insgesamt wird er vier Wochen bleiben. „Ich komme zu euch nach Hause, auf die Arbeit. Ich möchte von euch alltägliche Bilder machen. Ich möchte eine Dokumentation der Menschen aus Vienau und Umgebung im Alltag schaffen“, berichtet Tadevossian in akkuratem Englisch. Den Werdegang dieser fotografischen Dokumentation können sich Interessenten an den folgenden drei Sonnabenden jeweils ab 14 Uhr im Haus von Ingeborg von Kalben in Vienau ansehen. Die Stipendiaten sind dort untergebracht und laden zum Atelierrundgang ein. 16 Künstler beteiligen sich derzeit am Wintercampus der Künstlerstadt Kalbe in Vienau. Die Stipendiaten sind international. Wer sich von Eduard Tadevossian in alltäglichen Situationen fotografieren lassen möchte, melde sich telefonisch im Büro der Künstlerstadt unter 039080/ 29 59 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Was Tadevossian mit dem Fotoapparat schafft, möchte Harutyan Avakian mit seinen Zeichnungen erreichen. Er möchte während seines Aufenthaltes in der Altmark eine zeichnerische Dokumentation des Lebens der Menschen der Region gestalten. Auch Avakian kommt aus Armenien, aus der Millionenstadt Eriwan. Der Künstler möchte aufzeigen, was die Menschen in der ländlich geprägten Altmark im Gegensatz zu den Menschen der Metropole Eriwan ausmache. Dass überhaupt armenische Künstler beim Wintercampus begrüßt werden können, sei einer Kooperation des Kultusministerium Sachsen-Anhalts mit Armenien zu verdanken. „Armenien ist Partnerregion Sachsen-Anhalts. Und im Rahmen dieser Partnerschaft ist ein Austausch der Künstler möglich“, erklärt Corinna Köbele, Vorsitzende des Vereines Künstlerstadt Kalbe. Ansonsten sei es sehr schwierig für armenische Künstler, Kontakt zu internationalen Künstlern zu bekommen, wie Köbele erklärt. Zudem hoffe die Künstlerstadt auf Fördermittel des Landes für Fahrtkosten der Künstler. „Wir haben Anfragen aus Brasilien, Panama, Bangladesch oder Nigeria. Sie alle wollen nach Kalbe kommen. Den Künstlern ist aber oft die Anfahrt zu uns nicht möglich“, schildert die Vorsitzende.


Künstler aus Chile und der Ukraine

Neben den armenischen Teilnehmern gehören auch Künstler aus Südkorea, Chile, der Ukraine, England, Österreich und Deutschland zu den diesjährigen Stipendiaten. Während ihres mehrwöchigen Schaffensprozesses beim Wintercampus inspirieren sie sich oft gegenseitig. Es entstehen Bilder, Installationen, Musikprojekte und eine Videoperformance. Maria Constanza Carvajae aus Chile setzt sich zum Beispiel mit dem Thema Stille auseinander. Vorhänge seien für sie ein Symbol, Orte der Stille einzugrenzen oder auszugrenzen. Mit Stoffen gestaltet sie ihren künstlerischen Ausdruck.


Vienauer unterstützen Kunstprojekt

Ebenfalls mit Stoffen arbeitet Hyunsung Park. Die Südkoreanerin lässt Tinte über Stoffe fließen. Und das unter freiem Himmel. Bei den frostigen Temperaturen derzeit sorge dies für bizarre Muster. Ihren Schaffensprozess nimmt sie mit der Kamera auf, lässt eine Videoperformance entstehen. Stipendiaten sind bereits im dritten Jahr in Vienau zu Gast. „Wir erfahren hier viel Unterstützung. Die Vienauer nehmen uns gut auf“, sagt Köbele. Jeder Künstler hat einen Paten aus der Region an seiner Seite, der ihn unterstützt, Fahrdienste leistet. So entstehe der Kontakt zwischen Stipendiaten und Einwohnern.

 

© https://www.volksstimme.de/lokal/gardelegen/wintercampus-tinte-die-bei-frost-auf-stoffen-zerfliesst

  

1.3.2018

Stipendiaten fehlt schnelles Internet

Internationaler Wintercampus ist eröffnet

Vienau (cn) • „Wir finden das interessant, was hier läuft. Wir sind zwar nur ein kleines Dorf. Aber wir leben trotzdem nicht hinterm Mond, sagt am Dienstagabend Vienaus Ortsbürgermeister Joachim Walter. Er ist im dortigen Gutsverwalterhaus erschienen, wo an diesem Abend neun junge Künstler unterschiedlicher Nationalitäten und Fachrichtungen begrüßt werden. Sie nehmen am mittlerweile fünften Wintercampus des Kalbenser Künstlerstadt-Vereins teil. Doch deren Initiatorin Corinna Köbele ist diesmal nicht persönlich zugegen. Sie ist erkrankt und hat stattdessen als Vertretung Mitstreiter Frank Tepper nach Vienau geschickt. Der kennt sich mit derlei Auftritten aus. Schließlich ist er auch in Kalbe schon häufiger als Moderator größerer Veranstaltungen in Erscheinung getreten. Für die, die seine Begrüßungsworte wegen der fremden Sprache nicht verstehen, übersetzt Marie-Antoinette Lührs in Englische. Die Berlinerhttps://kuenstlerstadt-kalbe.de/administrator/index.php?option=com_content&view=article&layout=edit&id=597#wf-editor-sourcein ist Sängerin und Privatdozentin für Stimmtherapie. Sie ist gemeinsam mit ihrem musikalischen Partner Richard Holzmann nach in das Privathaus von Ingeborg von Kalben aus Vienau gekommen, um hier konzentriert zu arbeiten und auch ein öffentliches Konzert zu geben. Andere Künstler wiederum wollen sich während ihres dortigen Aufenthaltes - der Wintercampus dauert bis 25. März und wird insgesamt 16 Stipendiaten zählen - der Fotografie, der Malerei und Grafik oder speziellen Performances widmen. Was ihnen allen allerdings sehr fehlt, ist leistungsfähiges Internet in Vienau. Umso mehr hoffen sie, dass sie dafür in Kalbe öffentliche Einrichtungen nutzen können. Sie wollen mit dem Rufbus dorthin pendeln.

Kraniche beobachten
Der Kreisnaturschutzbeauf­tragte Michael Arens, der für einen der Stipendiaten eine Patenschaft hat, lädt alle Wintercampus-Teilnehmer heute Abend zur Wanderung ins Europäische Vogelschutz­gebiet. Dort sollen Hunderte Kraniche beobachtet werden. Auch Jugendliche aus der Region können über die mo­bile Jugendarbeit des „Kroko" Kalbe teilnehmen. Sie sollten sich ab 12 Uhr dort melden.

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Frank Tepper (von links) eröffnete in Vertretung von Corinna Köbele den Campus. Ortsbürgermeister Joachim Walter wurde derweil von Stipendiat Eduard Tadevosyan (Armenien) fotografiert. Foto: C. Kaiser

© Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 1.3.2018, S.18

  

22.2.2018

„Abenteuer-Land" geht in die fünfte Runde

Wintercampus startet / Chansons in der Kirche
Kalbe/Vienau (cn) • In der nächsten Woche startet der mittlerweile fünfte internationale Wintercampus des Kalbenser Künstlerstadt-Vereins. Und er wird sich unter der Überschrift „Abenteuer-Land 2018" wieder komplett in Vienau abspielen. Denn dort stellen Claudia und Volker Büst sowie Ingeborg von Kalben Wohn- und Arbeitsräume für insgesamt 16 Stipendiaten unterschiedlicher Nationalitäten zur Verfügung.
Diese studieren verschiedene Kunst-Fachrichtungen oder haben ihr Studium sogar bereits abgeschlossen. Letzteres gilt zum Beispiel für Marie-Antoinette Lührs (Gesang) und Richard Holzmann (Gitarre), die beide in Berlin zu Hause sind und die während ihres Aufenthaltes ein Chansonprogramm in der Vienauer Kirche präsentieren wollen. Geplant ist dieses am Freitag, 2. März, ab 18 Uhr. Anschließend soll es einen kleinen Glühweinumtrunk geben. Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden sind willkommen.
Andere Teilnehmer des Wintercampus - sie stammen aus Deutschland selbst sowie aus Armenien, Chile, Großbritannien, Österreich und der Ukraine -widmen sich der Fotografie, der Malerei oder dem Thema Film. Ihre Arbeiten und Projekte werden sie wieder bei sogenannten Atelierrundgängen vorstellen, die dann jeden Sonnabend ab jeweils 14 Uhr im Gutsverwalterhaus im Vienauer Wiesengrund beginnen und zu denen alle Interessierten willkommen sind.
Dies gilt auch für die Eröffnung des Wintercampus am kommenden Dienstag, 27. Februar, um 19 Uhr sowie für das Bergfest, das sich dann am Sonnabend, 10. März, an den um 14 Uhr startenden Atelierrundgang anschließt. Der Wintercampus dauert laut Initiatorin Corinna Köbele bis 25. März.

© Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 22.2.2018, S. 20

  

9.2.2018

Künstlerstadt Kalbe veranstaltet zum fünften Mal den Wintercampus

Bald wieder Wintercampus in Vienau

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15 Stipendiaten stellen ab dem 26. Februar ihre Projekte in Vienau vor. © Foto: Archiv / Koerdt

koe Kalbe. Zum fünften Mal veranstaltet die Künstlerstadt Kalbe den Wintercampus. Und erneut sind alle Interessierten dazu eingeladen, den „Wintercampus Abenteuer Land“ in Vienau im Zuge der regelmäßigen Atelierrundgänge zu besuchen. Insgesamt 15 Stipendiaten sind ab Montag, 26. Februar, in der Altmark, um sich von Land und Leuten, ihrer Umgebung und einander inspirieren zu lassen und an ihrer künstlerischen Entwicklung zu arbeiten. Mit dabei werden wieder zwei Stipendiaten aus Armenien sein, die durch den Kontakt mit der Vereinigung „Kulturdialog Armenien“ nach Vienau kommen können. Außerdem kommen die Kunstschaffenden aus Polen, Südkorea, England und natürlich Deutschland. Jeden Sonnabend um 14 Uhr finden die Rundgänge in Vienau, Im Wiesengrund 3, statt, im Zuge derer Interessierte die Stipendiaten und deren Projekte kennenlernen und sich auch die Fortschritte ansehen können. Der erste Rundgang ist am Sonnabend, 3. März. Der Wintercampus geht bis zum 25. März.
©https://www.az-online.de/altmark/kalbe/bald-wieder-wintercampus-vienau-9599774.html

  

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brit bro

 

Kultur-
wissenschaftler*in

ab 15.3.   oder 1.4. 2019 gesucht

 

Bewerbungsende 21.1.2019