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6. Internationaler Sommercampus
vom 23.7.-9.9.2018

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  © Künstlerstadt Kalbe e.V.

 

Zum Nacherleben der Atelierrundgänge gibt es hier einige Fotos und LINKS zum Stöbern.

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  © Künstlerstadt-Kalbe e.V.

 

28.8.2018

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  © Künstlerstadt Kalbe e.V.

Mit den "klapprigen Drahteseln" machten sich die Stipendiaten unter der ortskundigen Führung von Jürgen Kunze auf den Weg von Kalbe/Milde nach Vienau. Entlang der Milde konnten sich die Künstlerinnen und Künstler von den Arbeiten im Atelier und dem Lärm ihrer Studienorte erholen. In Vienau wurden die hungrigen Fahrradfahrer von Familie Büst mit Kaffee und Kuchen empfangen. Im Gutsverwalterhaus der Familie von Kalben in Vienau informierten sich die Stipendiaten über den Wintercampus. In den letzten drei Jahren stellte Frau von Kalben großzügigerweise Quartiere für die Wintercampus-Stipendiaten zur Verfügung.

15.8.2018

Die Ortsgruppe der Volkssolidarität von Kalbe/Milde zu Gast in der Künstlerstadt.

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  © Künstlerstadt Kalbe e.V.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten stellten sich und ihre Projektideen den anwesenden Gästen vor.

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  © Künstlerstadt Kalbe e.V.

Selma Kahour blättert gemeinsam mit den Seniorinnen in ihrem Skizzenbuch.

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  © Künstlerstadt Kalbe e.V.

Beim Betrachten der von Enver Isufi ausgebreiteten Fotos kommen bei den Kalbenser Senioren Erinnerungen zum Vorschein, die der Stipendiat unbedingt in den nächsten Tagen zu Papier bringen möchte.
Pressebericht

 

10.8.2018

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Abwechslungsreich präsentierte sich die erste offene Bühne

Vom Eine-Frau-Stück über Literatur bis hin zu afghanischen Volksliedern erwartete die Sommercampusbesucher viel Überraschendes

Von Maik
Bock Kalbe • Mit doch etwas mehr Besuchern hatten die Macher der Kalbenser Künstlerstadt am Freitag zur ersten von zwei offenen Bühne dann doch gerechnet, aber die Künstler und Stipendiaten blieben diesmal fast unter sich. Dabei war das Programm am Freitagabend doch schon etwas Besonderes. Es gab nämlich unter anderem ein kleines Figurentheater zu bestaunen, das die 24-jährige Britta Tränkler aus Stuttgart auf der Wiese zwischen dem zukünftigen Kunsthaus und Festscheune aufführte. Eine Gliederpuppe, die aussah wie eine echte ältere Senioren, wurde von Britta Tränkler in sehr beeindruckender Weise mit Leben versehen. Den zweiten Showakt übernahmen Flüchtlinge aus Afghanistan, die in Kalbe leben: Ali Muradi spielte Saz, ein typisches afghanisches Instrument, und dazu erklangen, gesungen von Zaman Mussawi afghanische Volkslieder. Die nächsten Künstler weilen zurzeit in Vienau: Christine von Kalben und ihre Kinder Hellen und Julius brachten sich in die offene Bühne mit einigen Musikstücken, gespielt auf zwei Trompeten und einem Euphonium ein. Etwas ruhiger und besinnlicher wurde es dann bei einer Lesung von Gevorg Grigoryan an. Eigentlich wollte Katharina Roth etwas vorlesen, fand dann aber, dass Gevorg das doch besser machen würde. Gut 30 Besucher inklusive der Stipendiaten und Mitglieder der Künstlerstadt waren zur ersten offenen Bühne in die Rathausstraße 39 am Freitag gekommen. Die nächste offene Bühne findet am 1. September ab 20 Uhr wieder in der Festscheune statt.

© Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 13.8.2018, S. 9

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Ein beeindruckendes kleines Figurentheaterstück zeigte die 24-jährige Britta Tränkler aus Stuttgart. Fotos: Maik Bock

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Christine von Kalben (rechts) und ihre Kinder Hellen und Julius brachten sich in die offene Bühne mit einigen Musikstücken ein.

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Ali Muradi (links) und Zaman Mussawi spielten Volkslieder.

 

 

 

26.7.2018

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  © Künstlerstadt Kalbe e.V.

Neueröffnung
am 2. August 2018, 16:00 Uhr

 

"Die neue Galerie der 100 Brücken"

Noch wird im ehemaligen Verkaufsraum der Familie Dohse fleißig gewerkelt. Demnächst können hier die Stipendiaten ihre Exponate präsentieren und mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

An dieser Stelle vielen Dank für die Bereitstellung der Räumlichkeit.

24.7.2018

Die blauen, roten und gelben Wimpel wehen erneut im Sommerwind in Kalbe. Farblich auffällig gestaltete Fahrräder der Stipendiaten durchqueren den Ort. Es ist mal wieder „Campuszeit“.

Eindrücke von der Eröffnungsveranstaltung am 23. Juli 2018

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  © Künstlerstadt Kalbe e.V.

Zahlreiche Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, die Stipendiaten schon in Augenschein zu nehmen. Belohnt wurde das Kommen durch zwei Musikimprovisationen.

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Steffen Roth und Bruno Angeloni stimmen die Gäste auf den Sommercampus ein.

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Die bereits angereisten Stipendiaten: Azat Petrosyan (Armenien), Gevorg Grigoryan (Armenien), Sylvain Gelewski (Schweiz), Katharina Roth und Severin Roth (von links)

23.7.2018

Heute bei der Eröffnung mit dabei:

Die Stipendiatin Katharina Roth

„Während meines Aufenthaltes in Kalbe geht es mir darum, meine Ideen zum einen in eine angemessene Notation zu bringen und ausarbeiten zu können, als auch mit anderen Künstlern und Menschen der Stadt ins Gespräch zu kommen. Es interessiert mich sehr wie die Bewohner/innen Kalbes die Gemeinschaft und die Bedeutung der Stimme wahrnehmen und was für sie „Getragen-sein“ und „Stütze“ bedeutet. Über den Begriff der Zeit würde ich speziell gerne mit anderen Künstlern ins Gespräch kommen, da andere Künste zu diesem Begriff bestimmt einen sehr anderen Zugang haben als Musik, die ja immerzu in der Zeit erklingt und somit maximal eine scheinbare Zeitlosigkeit erzeugen kann.“ - Katharina Roth

"Ausschnitt aus: Katharina Roth - Hit him when he cry out für Percussion solo, gespielt von Rie Watanabe"

Das ganze Stück und weitere meiner Kompositionen unter:https://www.katharina-roth.com/audios/

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  © Prem Chhetri

Das Anliegen und die Arbeit der Künstlerstadt

 

Die Künstlerstadt ist ein junges und innovatives Kulturprojekt: Gelegen im Norden Sachsen-Anhalts hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, dem demografischen Wandel mit Kunst- und Kulturangeboten zu begegnen. Wichtig dabei ist es ihr durch die kulturellen Impulse die Menschen einzuladen ihre gestalterischen Potentiale in sich wieder zu entdecken und sie in Form bürgerschaftlichen Engagements wieder in die Gesellschaft einzubringen. Kernstück der Arbeit der Künstlerstadt sind die jährlich stattfindenden Sommer- und Wintercampus, welche nationalen wie internationalen Studierenden und Künstler*innen aller künstlerischen Richtungen die Möglichkeit bieten die Künstlerstadt kennen zu lernen. Sie erhalten während der Campuszeiten ein Stipendium, welches ihnen freie Unterkunft und Arbeitsräume zur Verfügung stellt. Sie arbeiten hier zwischen 2-4 Wochen an ihren eingereichten Projekten. Möglich ist es auch sich in die soziale Plastik einzubringen, sei es in Form bestimmter öffentlicher Veranstaltungen oder durch das Anbieten von Workshops.
Unser Ziel ist es zum einen, den Luxus der Leere als potentiellen Gestaltungsraum zu verstehen und ihn für Kunst und Kultur, für soziale Innovation und einem neuen guten Leben zu nutzen. Zum anderen soll durch unser Angebot Kalbe wie auch die gesamte Region Altmark neu belebt, Zuzug ermöglicht und Bleibeperspektiven geschaffen werden.
Dabei verstehen wir uns als soziale Skulptur. Das bedeutet, dass alle Interessierten eingebunden werden sollen: Stipendiaten/innen und Künstler/innen ebenso wie Einheimische und Gäste. Übergeordnetes Ziel ist es daher, durch Kunst- und Kulturangebote die kreativen Potentiale vor Ort zu wecken, zu fördern und Räume zum Umsetzen dieser Potentiale zu schaffen.
Mit diesem Anliegen haben wir unsere Arbeit im Jahr 2013 begonnen und wurden vielfach ausgezeichnet dafür. Nach dieser Anfangsphase sehen wir uns nun auf dem Wege der Professionalisierung. Die Schaffung eines Koordinationsstipendiums durch die Kulturstiftung des Bundes war ein erster Schritt dazu. Zusätzlich wurden wir Ende vergangenen Jahres in das „Neulandgewinner“-Programm der Robert Bosch-Stiftung aufgenommen, welches unsere Projekte ebenfalls finanziell und ideell fördert.

 

Das Stipendium im Rahmen des Sommercampus

 

Kernstück unserer Arbeit ist der jährlich stattfindende Sommercampus: Über 50 Tage werden Studierende aller künstlerischen Richtungen (Bildende Kunst, Literatur, Schauspiel, Musik, Film, Photographie, Medienkunst, Performance, interdisziplinäre Projekte) eingeladen in Kalbe zu wohnen und zu arbeiten. Die Künstlerstadt stellt dafür Unterkünfte und Arbeitsräume kostenfrei zur Verfügung, Aufführungsräume für Lesungen, Konzerte, Performances oder Screenings sind ebenfalls vorhanden. Ein Grundstock an Arbeitsmaterialien, Werkzeug und technischem Equipment ist bereits vorhanden, weitere Anfragen seitens der Stipendiat*innen können individuell besprochen werden.
Gemäß unserem Anliegen wünschen wir uns, dass sich die Stipendiat*innen des Sommercampus als Teilnehmer*innen einer sozialen Skulptur sehen: Das bedeutet, dass neben der Arbeit an den eigenen Projekten (oder gern auch in Zusammenhang mit diesen) die Interaktion mit der Stadt Kalbe und ihren Bewohner*innen Teil begrüßt wird. Das kann z.B. durch partizipative/interaktive Kunstaktionen geschehen, oder durch Workshops mit Bewohner*innen geschehen. Ein breit aufgestelltes Rahmenprogramm mit Ideenwerkstätten, Radtouren oder gemeinsamen interkulturellen Abendessen bietet Gelegenheiten, um Stadt, Landschaft sowie ihre Historie kennenzulernen und sich mit eigenen Visionen für die regionale Entwicklung einzubringen.
Dazu bieten wir den Stipendiat*innen die Möglichkeit einzigartige Räume zu bespielen, die teils von stadtgeschichtlicher Bedeutung sind: Ein früherer Bauernhof mitsamt Stallungen und großer Scheune, das ehemalige Gerichtsgebäude der Stadt Kalbe sowie eine alte Autowerkstatt, die sogenannte „Trabi-Bude“, die „Gerichtslaube“, eine ehemalige Gaststätte, Mit diesen Örtlichkeiten stellt die Künstlerstadt Arbeitsräume, die teils über mehrere Jahre ungenutzt blieben und die ungewöhnliche wie einzigartige Möglichkeiten zur künstlerischen Produktion eröffnen. Genau dies beschreiben wir auch als „Luxus der Leere“: Nicht nur, dass die Räume teils bis zu 70 Quadratmeter Platz zur Entfaltung der eigenen Kreativität bieten. Sie stellen zugleich auch eine gewinnbringende Herausforderung dar: Anders als die oftmals uniformen Arbeitsräumen in den Universitätsstädten sind die Räume der Künstlerstadt oft noch ungeformt, wodurch sie aber gerade eine stimmungsvolle und anregende Arbeitsumgebung bieten.
Darüber hinaus stellt der Sommercampus eine Chance zu intensivem interdisziplinärem wie interkulturellem Austausch dar: Dadurch, dass explizit Studierende aller künstlerischen Richtungen angesprochen sind, ermöglicht das Stipendium eine Begegnung der jungen Künstler*innen über alle fachlichen Grenzen hinweg. Ebenso verstehen wir den Sommercampus als entschieden international ausgerichtet: Neben Gästen aus Europa (Österreich, Polen, Armenien) durften ebenso bereits Stipendiat*innen aus Australien, Südkorea oder China begrüßen und möchten diesen interkulturellen Zugang in den kommenden Jahren noch intensivieren. Lediglich für die eigene Verpflegung und die Materialkosten muss man selbst aufkommen.
Erstmalig können wir für außerhalb von Deutschland lebenden Bewerber*innen einen Fahrtkostenzuschuss zahlen. Möbel und Geschirr werden gestellt, gekocht wird in einer großen gemeinsam genutzten Küche. Jedem Stipendiaten wird ein Pate/Patin als Ansprechpartner zur Seite gestellt.
Die Stipendiaten verpflichten sich im Rahmen von wöchentlichen Events, die hier entstandenen oder mitgebrachten Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen. Eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Medien ist gewährleistet.
Vorteile, die eine Bewerbung bringt:

- hier in der Region leben bislang noch wenige Künstler

– Kunst wird wahrgenommen

- das mediale Interesse ist sehr groß

- neugieriges, interessiertes Publikum

- Möglichkeit des Austausches mit nationalen und internationalen Künstlern aller Kunstrichtungen

- Möglichkeit der Entwicklung neuer Projekte mit den anderen Künstlern

- Inspiration durch ein neues Umfeld für die eigene Arbeit

- Zimmer/Wohnung zu Hause kann zwischenzeitlich vermietet werden

- Teilnahme am 6. Internationalen Sommercampus!

- Kalbe und die Altmark kennenzulernen

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